»Kritik«
Nicht nur die Ausstellung in der Räumlichkeit von „Art Criticism Reinstalled“ hat gewechselt. Mit den neuen Exponaten ist auch der Kontext ein anderer: der KI-Prozessor schnurrt vor sich hin und bereitet den Boden für eine spezielle künstliche Lebendigkeit. In den Exponaten erwachen die dargestellten Personen, steigen aus den Bildern heraus und wann immer der Prozessor arbeitet, führen sie als Schattenwesen ein Eigenleben als Besucher*innen der digitalen Ausstellung und mit Inaktivität des Prozessors verschwinden sie wieder. Der KI-Chip baut Parallelwelten auf, die letztlich von niemandem wirklich einsehbar, geschweige denn, steuerbar sind. Was hier als Fiktion erscheinen mag, ist nicht zwingend fiktiv, denn autonome, selbst-optimierende KI ist aufgrund ihrer Komplexität und Datenmengen von Menschen ab einem bestimmten Punkt nicht mehr nachvollziehbar und somit nicht mehr kontrollierbar.
