Ds-Che-lada

»Kritik«

„Ds-Che-lada“ – Entfernt man die ‚lästigen Trennzeichen‘, so eröffnen sich diverse neue Bedeutungsbereiche, aber auch für sich genommen weisen die einzelnen getrennten Buchstabenfolgen ihre eigene Bedeutung  auf; so steht selbst das seltsame initiale „Ds“ unter anderem als Abkürzung für „days after sight“ (Bankwesen: eine Zahlung ist eine bestimmte Anzahl Tage nach Sicht eines Dokuments fällig). „Che“ – Ernesto Commandante Che Guevara, Berufsrevolutionär und Held, der er im Grunde nie war. „Lada“ – eine sehr erschwingliche Automarke. Werden beide Trennzeichen ignoriert, zeigt sich der „Dschelada“, ein äthiopischer Pavian, „Che ist bereits genannt, und entfernt man den Trenner zwischen ‚Che‘ und ‚lada‘ kommt mit „Chelada“ ein mexikanischer Bier-Cocktail ins Spiel.

Wortspielereien … wobei im Werk nur der Dschelada und der Commandante in einen nicht ganz ernstzunehmenden, im Grunde genommen ironischen Kontext gestellt sind: Ist Revolution nichts anderes als geschicktes Merchandising, Aufstand eine Pose? Vieles ist denkbar.