»Kritik«
Blick aus meinem Küchenfenster: Himmel bei Sonnenaufgang im Februar, eine von verschiedenen Varianten von „Hinter dem Vorhang“. Charakteristisch für diese Varianten sind die wiederkehrenden Strommasten (in unterschiedlicher Anzahl), die – wie die Bäume, wenn sie sichtbar sind – im übertragenen Sinne für Lebensenergie stehen.
Bilder rufen Bilder hervor. Der morgendliche Blick aus dem Fenster in die Stille des Morgens, in die Ruhe des roten Morgenhimmels, weckt Erinnerungen. Es ist erstaunlich, welche Art von Erinnerungen das sein können. An diesem Morgen ist es eine Szene aus einem der Ruhebereiche der Tate Modern in London. Bei einem meiner vielen Besuche in der Tate Modern fotografierte ich Besucher, die an einem langen Tisch vor einer Glasfront saßen und auf die gegenüberliegende Seite der Themse blickten. Ein Ausschnitt aus diesem Ruhebereich erscheint nun schematisch im Blickfeld vor dem Auge des Betrachters.
Die Fotografie zeigt den frühen Morgenhimmel über Bochum, und das Werk ist daher Teil der Serie „Spielereien mit Himmeln“. Die SKY-Serie erforscht das Thema „HIMMEL“ auf drei Ebenen: visuell, schriftlich und klanglich.
