»Kritik«
„Cringe“ befasst sich mit der Jugendsprache, die an den meisten von uns vorbeigeht, aber mindestens einmal im Jahr auch diejenigen erreicht, die nicht mehr jung sind, wenn das Jugendwort des Jahres gekürt wird. Das Werk zeigt einen kurzen Mini-Cartoon, der eine jugendsprachliche Situation an einem Ort darstellt, an dem junge Menschen den größten Teil ihrer Jugend verbringen (oder zumindest verbringen sollten): der Schule. Es wird schnell deutlich, dass hier zwei (sprachliche) Welten aufeinanderprallen. Jugendsprache ist multikulturell, kreativ, innovativ und besitzt in ihrer spontanen Erfindungsgabe und ihrem spielerischen Sprachgebrauch durchaus eine eigene Ästhetik, auch wenn sich die Jugendlichen dessen meist nicht bewusst sind und dies in der Sprachwahrnehmung anderer Altersgruppen nicht als solche gesehen wird und befremdlich (oder eben cringe) wirkt.
